Naturally-Serie von Mary Kay – *Werbung – gewonnen*

Die Marke „Mary Kay“ hat eine neue Gesichtspflegeserie auf den Markt gebracht, welche mit Inhaltsstoffen natürlichen Ursprungs und der ECOCERT-Zertifizierung eine neue Zielgruppe ansprechen möchte.

Ich habe die Produkte der Reihe bei einem Gewinnspiel gewonnen und möchte sie euch kurz vorstellen.

Bestandteil der Reihe sind: ein Purifying Cleanser, ein Exfoliating Powder, ein Nourishing Oil und ein Moisturizing Stick (wobei ich nur die ersten drei Produkte getestet habe, den Stick hat meine Mama)

 

Purifying Cleanser

Der Cleanser enthält Kornblumenblütenwasser, Glycerin, Mandelöl und Vitamin E. Das Kornblumenblütenwasser soll die Haut beruhigen, Reizungen und Entzündungen lindern und vor freien Radikalen schützen. Glycerin zieht Wasser an und speichert es, wodurch der natürliche Feuchtigkeitshaushalt der Haut unterstützt wird. Mandelöl beseitigt trockene Hautstellen und versorgt die Haut mit ungesättigten und essentiellen Fettsäuren. Vitamin E zählt zu den Antioxidantien und schützt die Haut vor freien Radikalen und schädlichen Umwelteinflüssen.

Ich nutze den Cleanser hauptsächlich unter der Dusche. Er entfernt leichtes Make-up und reinigt die Haut sehr schonend und sanft. Durch die milchige Konsistenz lässt er sich am besten mit den Händen auftragen; von meiner Reinigungsbürste ist er ständig runtergeflatscht. Für eine porentiefe Reinigung nutzt man den Cleanser am besten nach einem Peeling.

Der Cleanser ist sehr reichhaltig und eignet sich daher sehr gut für trockene Haut. Meine Mischhaut neigt nach der Anwendung in der T-Zone zu Fettglanz.

Etwas unangenehm finde ich, dass der Cleanser auf der Haut warm wird. Vermutlich liegt das an dem Vitamin E, denn dieses Phänomen kenne ich von antioxidativen Seren.

Der Purifying Cleanser ist bei Mary Kay für 34€ erhältlich.

 

Exfoliating Powder

Hierbei handelt es sich um ein Puder-Peeling, welches man vor der Anwendung mit Wasser mischen muss.

Das Peeling enthält Backnatron, Zitronensäure, hydriertes Rizinusöl und Reisstärke.

Backnatron wird seit jeher als natürliches Hautreinigungsmittel benutzt und eignet sich auch für trockene Haut. Die Zitronensäure wirkt als chemisches Peeling und ist antioxidativ. Das hydrierte Rizinusöl übernimmt in Form von Wachskügelchen das physikalische Peeling. Reisstärke bindet Wasser und sorgt für die individuell passende Konsistenz des Peelings.

Beim Anmischen wird das Peeling sehr warm, da hier eine Base und eine Säure recht unkontrolliert mithilfe von Wasser vermengt werden. Die Reaktion sollten wir aus dem Chemie-Unterricht kennen (erst die Base, dann die Säure…) und ich muss schon sagen, dass das Mischen in der Hand wirklich unschön ist. Ich empfehle hier, ein Schälchen und einen Pinsel zu benutzen. Ist das Schäumen und leichte Blubbern vorbei, kann man das Peeling auftragen.

Allerdings ist es sehr schwer, die passende Konsistenz zu finden und richtig gut verbinden möchte sich das alles auch nicht. Man staubt das ganze Waschbecken voll, bis man eine halbwegs annehmbare Mischung hat.

Beim Auftragen muss man sich sehr beeilen, da die Masse augenblicklich trocknet. Das macht das gleichmäßige Verteilen und Peelen sehr kompliziert.

Für meinen Geschmack sind die Peelingkörnchen (Rizinus-Wachs-Kügelchen) zu groß geraten, wodurch ich das Gefühl habe stärker rubbeln zu müssen, um die Haut gut zu reinigen und von abgestorbenen Hautschüppchen zu befreien. Leider lösen sich die Kügelchen nicht auf oder so, sie behalten ihre Konsistenz, auch bei der Nutzung von sehr warmem Wasser, und scheinen sich statisch aufzuladen. Auch das kennen wir aus der Schule; im Physikunterricht dürfte jedem das Experiment mit dem Luftballon und den Haaren untergekommen sein.

Bei dem Peeling ist das jedoch gar nicht lustig, denn man wird die Kügelchen nicht los. Man schiebt sie nur hin und her und findet sie auch Tage später noch überall.

Das Peeling-Ergebnis ist gut, die Haut ist sauber, weich und nicht ausgetrocknet.

Ich finde die Idee des Peelings wirklich gut, aber die Umsetzung ist leider nicht gelungen. Hier muss dringend nachgebessert werden.

Erhältlich ist das Peeling für 42€, was ich viel zu teuer finde (es ist ja auch nichts Besonderes drin).

 

Nourishing Oil

Das Pflegeöl kann man für das Gesicht, den Körper und die Haare benutzen.

Es enthält Olivenöl, Sesamöl, Sqaulane, Mandelöl und Viatmin E.

Das Olivenöl beruhigt die Haut und versorgt sie mit wichtigen Fettsäuren. Sesamöl hilft der Haut, den Feuchtigkeitsgehalt zu regulieren und versorgt sie mit Vitaminen, Mineralien und essentiellen Fettsäuren. Squalane unterstützen die Hautschutzbarriere, spenden Feuchtigkeit und halten sie. Mandelöl beseitigt trockene Hautstellen und versorgt die Haut mit ungesättigten und essentiellen Fettsäuren. Vitamin E zählt zu den Antioxidantien und schützt die Haut vor freien Radikalen und schädlichen Umwelteinflüssen.

Das Öl duftet sehr angenehm, zieht gut ein, schmiert und fettet nicht. Es versorgt die Haut sehr gut mit Nährstoffen und hält die Feuchtigkeit.

Ich trage das Öl abends direkt nach dem Duschen auf die noch feuchte Haut auf. Es ist eine sehr gute Basis für die folgende Nachtpflege und hat eine entspannende Wirkung.

Das Nourishing Oil eignet sich für alle Hauttypen, da es vorwiegend einen hautregulierenden Einfluss hat und die Haut nicht überversorgt.

Erhältlich ist es für 49€.

 

Moisturizing Stick

Der Stick ist als schnelle Pflege für zwischendurch gedacht und wirkt wie der bekannte Lippenpflegestift.

Er enthält Bienenwachs, Candelillawachs und Carnaubawachs.

Das Bienenwachs unterstützt die Hautschutzbarriere, schließt Feuchtigkeit ein und sorgt für ein weiches Hautgefühl. Candelillawachs und Carnaubawachs sorgen ebenfalls dafür, dass die Haut ihre Feuchtigkeit nicht verliert.

Den Stick bekommt man für 44€, was ich als sehr teuer empfinde.

 

Mein Fazit: Die Idee ist gut, aber die Umsetzung ist nicht so gut gelaufen. Ich verstehe, dass man bei Mary Kay neue Zielgruppen für sich gewinnen will und zukunftsorientiert auf natürliche Inhaltsstoffe setzen möchte, aber so funktioniert das leider nicht. Wenn man sich das Sortiment von Mary Kay anschaut, kommt man schnell auf den Gedanken, dass man mit dieser Produktreihe andere (Luxus-) Produkte subventioniert. Da es sich bei den vorgestellten Produkten um normale Alltagsprodukte handelt, finde ich die Preise überzogen. Der Preis für das Öl ist in Ordnung, aber den Rest kann ich nicht nachvollziehen. Hier wird der grüne Gedanke leider vergoldet, was ich sehr schade finde, denn in den Produkten steckt wirklich Potential.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

* Die Checkbox für die Zustimmung zur Speicherung ist nach DSGVO zwingend.

Ich stimme zu.