Philips Lumea Prestige – IPL-Gerät – Teil 1 – *Werbung*

Man war ich aus dem Häuschen, als ich die Information erhielt, dass ich ein IPL-Gerät testen darf. Solche Geräte entfernen die Körperhaare mit Hilfe von starken Lichtimpulsen und das dauerhaft.

Seit dem Teenie-Alter habe ich Probleme mit meiner starken Körperbehaarung. Meine Haare sind schwarz, dick, drahtig, borstig und wachsen innerhalb weniger Stunden nach, sodass ich mich eigentlich zwei Mal täglich rasieren müsste, um glatte Beine zu haben. Es ist ätzend!!!  Natürlich probiert man da so einiges aus, denn wer hat schon Zeit und Lust sich ständig zu rasieren. Abgesehen davon reizt man damit ganz schön die Haut, was zu hässlichen Rötungen und Pickelchen führt, egal wie gut man sich im Anschluss pflegt. Zunächst habe ich Cremes ausprobiert. Die meisten Enthaarungscremes stinken extrem, manche brennen, man steht eine gefühlte Ewigkeit dumm in der Gegend rum und nach zwei Tagen waren die Haare wieder da. Dann habe ich Kaltwachsstreifen ausprobiert. Gott, tat das weh!  Gebracht hat es auch nicht viel, denn die meisten Haare wollten sich nicht rausreißen lassen und die, die weg waren, waren sehr schnell wieder da. Heißwachs wollte ich nicht auch noch ausprobieren und die Haare professionell entfernen zu lassen, passte nicht zu meinem Geldbeutel. Epilieren hat ebenfalls nicht geholfen und tat auch zu sehr weh. Natürlich denkt man da auch an Laserbehandlungen und Co., aber die sind ebenfalls zu teuer und helfen auch nicht immer.

Mit IPL-Geräten beschäftige ich mich schon lange, aber bisher konnten mich die wenigen Menschen, die es ausprobiert haben nicht überzeugen. Viele hatten einfach nicht so starke Probleme wie ich oder es hat nicht funktioniert. Natürlich gibt es dann auch wieder jede Menge „Spezialisten“, die das Gerät falsch benutzen und dann ist jegliche Wertung hinfällig. Irgendwann wollte ich es unbedingt ausprobieren, aber momentan kann ich das Geld für andere Dinge gebrauchen. So habe ich mich gerade wieder damit abgefunden, auch in diesem Sommer nicht jeden Tag kurze Sachen tragen zu können, als mein Testpaket von Philips kam.

Nun stehe ich hier und teste streng nach Anweisung.

 

Das Gerät

Ihr könnt euch wahrscheinlich denken, dass dieses hübsche Teil in weiß, gold und roségold nicht ganz günstig ist. Meine Variante kostet 579,99€. Bitte tief Luft holen und weiterlesen! 

Philips Lumea Prestige mit Zubehör

Ja, es sieht aus wie eine Laserpistole und könnte aus einem Science-Fiction-Film sein. Das ist wohl einer der Hauptgründe, warum Mann das Blitzen übernommen hat.

Das IPL-Gerät liegt sehr gut in der Hand, ist nicht zu schwer, alle Knöpfe sind gut zu erreichen und die Bedienung ist selbsterklärend. Auf dem Gerät befindet sich standardmäßig der Körperaufsatz, welcher für große Flächen, wie die Beine, geeignet ist. Mit dabei sind dann noch ein schmalerer Aufsatz für die Bikinizone, ein Aufsatz für die Achselhöhlen und ein kleiner Aufsatz für das Gesicht. Dazu gibt es dann noch eine Aufbewahrungstasche und ein Reinigungstuch.

Aufsatz Bikinizone

Aufsatz Achseln

Aufsatz Gesicht

Die Knöpfe

von oben

Den An-/Aus-Knopf muss ich wohl nicht erklären. Die Knöpfe mit den Zahlen stehen für die Intensität, die man entweder frei wählen kann (mit den Pfeiltasten), oder man drückt auf die Lupe und das Gerät entscheidet, welche Stärke am besten für den jeweiligen Bereich und Haar- und Hauttyp geeignet ist. Mit dem Häkchen bestätigen und los geht’s.

Vorne hat man dann den Schalter, der den Blitz auslöst.

„Blitz“ und Blitztaste

 

 

 

 

 

 

Die Anwendung

rasiertes Bein

Sehr schön ist, dass man das Gerät mit und ohne Kabel betreiben kann. Das macht die Anwendung flexibler. Wer große oder sehr viele Flächen behandeln möchte, der sollte das Gerät lieber am Netz betreiben, denn das dauert.

Vor der Anwendung müssen die Körperhaare entfernt und die Haut fettfrei sein. Auf welche Art man die Haare entfernt, ist dabei egal.

Nun gilt es den richtigen Aufsatz für den gewünschten Bereich aufzustecken. Ist der Aufsatz drauf, kann man das Gerät einschalten. Jetzt kann man das Gerät auf die Haut aufsetzen und die Analyse durchführen. Das kann bei manchen Stellen etwas länger dauern, aber nicht länger als eine Minute. Die empfohlene Stärke wird nun bestätigt und wenn das Gerät hinten weiß leuchtet (unter dem Leuchtstreifen steht „Ready“) kann man abdrücken. Hier kann man immer einzeln drücken, oder man hält die Taste gedrückt und rutscht nach jedem Blitz einfach ein Stück weiter.

bei der Anwendung

Je größer die zu behandelnde Fläche, desto mehr lüftet das Gerät. Darum machen wir nach jeder Einheit (zB. ein Unterschenkel) eine Pause und lassen das Gerät etwas abkühlen. Das ist schonender für Gerät und Hand.

Insgesamt dauert die Anwendung gar nicht so lange, wie man vielleicht denkt. Für meine Unterschenkel brauchen wir zwischen 12 und 15 Minuten.

 

 

 

 

Wie fühlt es sich an und was bringt es?

Ich habe aktuell die zweite Behandlung hinter mir. Die ersten 4 bis 5 Behandlungen sollten immer im Abstand von 2 Wochen erfolgen, um wirklich jedes Haar zu erwischen.

Vor der ersten Anwendung hatte ich ganz schön Angst. Wie bereits in anderen Beiträgen erwähnt bin ich sehr schmerz- und hitzeempfindlich. Da ich natürlich einige Bewertungen zu diversen IPL-Geräten gelesen habe wusste ich, dass es heiß werden kann. Einige berichteten auch von stechenden Schmerzen. Na toll! Da ich doch etwas zu lange gewartet habe, griff Mann zu und blitzte seine Achseln auf höchster Stufe. Das ging leider nicht ohne zu quiecken, denn er fand es ziemlich heiß.  Nun hatte ich richtig Bammel! Vom Epilieren wusste ich, dass meine Achseln nicht so empfindlich sind. Also habe ich ebenfalls damit begonnen. Natürlich hat das Gerät für mich die höchste Stufe ausgewählt (weiße Haut und schwarze Haare). Nach dem ersten Blitz war ich erstaunt, denn es war nur etwas warm auf der Haut und dort, wo keine Muskulatur in der Nähe ist, wurde es zwar heißer, aber nicht unangenehm.

Die Achseln waren schnell geblitzt und es ging mit den Unterschenkeln weiter. Auch hier entschied sich das Gerät für die höchste Stufe, doch ich merkte nichts. Nur in der Nähe der Knöchel hat es leicht gepiekst.

Nun hieß es WARTEN…

Am nächsten Tag ist etwas sehr merkwürdiges passiert. Ich hatte Gänsehaut, aber Teile meiner Unterschenkel wollten nicht mitmachen. Das sah nicht nur komisch aus, es hat sich auch sehr schräg angefühlt. Trotzdem habe ich mich gefreut, da es ja bedeuten muss, dass die Haare absterben. Bis dahin hatte ich auch nicht das Gefühl, dass ich meine Beine rasieren müsste, was sonst schon nach ein paar Stunden der Fall wäre.

Am übernächsten Tag kamen dann die ersten Stoppeln nach, aber sie waren nicht mehr so kratzig. Für mich ist das schon ein großer Fortschritt gewesen.

An Tag 3 nach der ersten Behandlung habe ich dann ganz normal meine Beine rasiert. Die Stoppeln waren ziemlich dünn und weich.

Das nächste Mal habe ich erst wieder an Tag 7 nach der ersten Behandlung rasiert. Meine Beine waren wieder komplett zugewuchert. Allerdings waren die Haare immer noch sehr dünn und weich.

An Tag 10 kam dann der Durchbruch. Bis dahin waren nur ganz vereinzelt Haare nachgewachsen und die nervigen Haare am großen Zeh waren komplett verschwunden; diese hatte ich nach der ersten Behandlung gar nicht mehr rasiert, was mir nun erst bewusst wurde.

„Flickenteppich“

An Tag 13 sahen meine Beine dann aus wie Flickenteppiche. Die größten Flächen waren haarfrei und einige kleine Flächen wiesen gräuliche, dünne Haare auf.

Das nächste Mal rasierte ich dann am nächsten Tag vor der zweiten Behandlung. An den Achseln gab es bis dahin nur Miniflecken ohne Haare, aber diese waren ebenfalls schon dünner geworden. Während der Anwendung wurde es phasenweise ziemlich unangenehm, denn dort, wo keine Haare mehr kamen, wurde es nun heißer und piekste auch mal. Schlimm war es aber nicht.

Heute ist Tag 4 nach der zweiten Behandlung und die haarfreien Stellen an meinen Unterschenkeln sind größer geworden. Mittlerweile stehen nur noch einzelne, weiche Stoppelchen in der Gegend rum. Meine Achseln haben ihren Rückstand aufgeholt und sind jetzt auch überwiegend haarfrei. Aus der Ferne sind nun keine Haare mehr zu sehen und auch die Poren sind wesentlich kleiner. Vorher konnte man anhand der vielen Löcher immer sehr gut sehen, wie behaart ich eigentlich bin. Insgesamt sieht die Haut an meinen Beinen und in den Achselhöhlen viel feiner aus und fühlt sich auch weicher an.

Ich teste dann mal fleißig weiter und halte euch auf dem Laufenden! 

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