Haare entfärben – Colour B4

Bestimmt jede von uns hatte schon mal eine Haarfarbe, die irgendwie nicht so das Wahre war. Besonders bei Viel-Färbern, wie mir, kommt es häufig zu komischen Ergebnissen und unschönen Übergängen. Meist färbt man dann mit einer dunkleren Farbe drüber und fertig, aber ich war nun an meiner Grenze angekommen, zumal ich im Sommer einfach keine dunklen Haare haben möchte.

Schon lange habe ich mich mit dem Thema Farbentzug beschäftigt und kam zu dem Entschluss, dass ich das machen werde. Gesagt, getan! Das Mittel meiner Wahl war im Angebot und so blieb mir nichts anderes übrig, als es zu kaufen und loszulegen.

Ich habe mich für Colour B4 entschieden, da ich die Bewertungen und Berichte dazu sehr gut fand und mir die Anwendung narrensicher erschien; zumal ich auch ziemlich dicke, robuste und problemlose Haare habe und dadurch auch keine Probleme sah.

Von Colour B4 gibt es zwei Produkte, einmal dieses mit extra Pflege und ein anderes für dunkle Haare und hartnäckige Farbansammlungen.

Wichtig: Dieses Produkt zieht nur Oxidations-Haarfarben raus. Dirketzieher, wie Directions, Elumen und Co., wird man damit nicht los, man schwächt sie höchstens etwas ab. Auch Blondierungen verbleiben im Haar.

Vor der Anwendung sollte man das Haar mit einem Reinigungsshampoo oder klarem Wasser gründlich waschen. Wichtig ist, dass keine Pflegerückstände mehr im Haar sind.

Die Anwendung erfolgt auf trockenem Haar.

Zunächst mischt man den Activator A mit dem Remover B und schüttelt das Ganze eine Minute lang kräftig durch. Anschließend kann man das Gemisch mit einem Kamm, einem Pinsel oder mit den Händen gründlich Strähne für Strähne auftragen.

Da das Zeug ziemlich flüssig ist, habe ich nur die Ansätze mit dem Pinsel bearbeitet und den Rest per Hand aufgetragen. Damit bei meinen langen Haaren auch überall etwas ankam, habe ich jede Strähne hochgezwirbelt. Das war auch die Vorarbeit für die Duschhaube, denn nach dem Auftragen muss alles eine Stunde lang unter Plastikfolie/ einer Duschhaube einwirken.

Zu meinem Erstaunen hat eine Packung bei mir vollkommen ausgereicht, was aber auch an meiner Auftragetechnik und meiner Färbe-Übung liegt. Wer sich unsicher ist, sollte lieber eine Reserve-Packung parat haben.

Etwas unangenehm ist der Geruch. Das Produkt riecht wie das Zeug für Dauerwellen.

Nach der Einwirkzeit geht es laaange unter die Dusche. Am besten nimmt man eine Uhr mit, denn nun wird es zeitlich etwas komplizierter. Zuerst muss man die Haare je nach Länge und Dicke 5-10 Minuten lang ausspülen. Dann kommt die Hälfte des Buffers C ins Haar. Dieser muss auch wieder je nach Beschaffenheit 2-5 Minuten lang einwirken und anschließend 5 Minuten lang ausgespült werden. Dieser Vorgang wird mit dem Rest wiederholt. Zum Schluss kommt bei meiner Anwendung noch der Conditioner dazu, mit dem man dasselbe macht, wie mit dem Buffer. Ihr seht, das dauert wirklich lange und danach sieht man wie eine Backpflaume aus… 

 

Nach dem Trocknen sah das bei mir dann so aus. Ich war tatsächlich rotblond und zunächst ein wenig ratlos.

Ich hatte total vergessen, dass meine Haare vor 10 Jahren mal blondiert wurden.

Zum Glück kann man direkt nach dem Farbentzug wieder neu färben.

Meinen Haaren wollte ich das allerdings nicht antun und habe einen Tag Pause eingelegt, was ziemlich schlimm war, weil ich so absolut nicht vor die Tür wollte.

Gefärbt habe ich sie danach mit einer hellroten Oxidations-Haarfarbe, von der ich ausnahmsweise zwei Packungen benutzt habe, da ich mir nicht sicher war, wie gut die Farbe halten würde.

Nach dem Färben sah ich wieder aus wie ein Mensch, aber das Farbergebnis war nur eine Woche lang gut. Eine perfekte Haltbarkeit ist also beim ersten Färben nicht gegeben.

Trotzdem werde ich Colour B4 wohl einmal im Jahr benutzen, da die Basis zum Färben viel besser und viel gleichmäßiger ist. So muss man sich um Kanten und schlechte Übergänge keine Gedanken machen. Da ich ab Herbst immer dunkler färbe und im Frühling wieder hellere Haare haben möchte, werde ich die ganze Chose vor der ersten Schönwetter-Front im nächsten Jahr wiederholen.

 

Grundsätzliches zu roter Haarfarbe

Rote Haare sind immer wieder im Trend. Wer rote Haare haben möchte und bisher noch keine hatte, sollte unbedingt zum Friseur gehen! Rot ist nicht gleich rot und jedem steht ein anderer Farbton. Außerdem berät euch der Friseur auch zu dem, was nach dem Rot kommt/ kommen kann. Sollte euch die Farbe nicht gefallen, kann der Friseur sofort handeln.

Grundsätzlich sollte man wissen, dass Rottöne sehr kompliziert sind. Einerseits hält die Farbe nicht so lange, wodurch man regelmäßig nachfärben muss. Andererseits bekommt man die roten Pigmente nur sehr schwer wieder weg, sodass man oft einen Rotstich behält, egal was und wie oft man drüber färbt.

Wer sich einen rötlichen Ton in die Haare klatschen möchte, sollte sich daher sehr sicher sein und auch wissen, was man danach macht.

Ich habe mich entschieden, dass rote Haare ein Teil von mir sind und daher wechsle ich munter zwischen den verschiedensten Rottönen, über pink und violett, bis zu rot-schwarz. So habe ich keine Probleme mit dem verbliebenen Rotstich. 

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