„Die Hoar, die Hoar, die Hoar“…

Vorletzten Freitag habe ich mir noch schnell die Haare gefärbt, weil ich letzten Montag mal wieder als Haarmodell unterwegs war und einen guten Eindruck auf die Friseure machen wollte.

Da ich seit längerer Zeit einen Violett-Ton auf dem Kopf habe, habe ich mich für die Intensiv-Tönung „Dunkle Kirsche“ von Casting Creme Gloss, L’Oréal, entschieden.

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So sah das Chaos dann aus… In der Packung sind die Farbe, Entwickler, Nachbehandlung, nicht ganz so störrische Handschuhe und die Anleitung. Ich mische alles gerne in einem Schälchen und benutze zum Färben einen Pinsel und einen Kamm.

Bereits bei Mischen gab es Probleme. Nachdem ich den Entwickler im Schälchen hatte, wollte ich die Farbe dazugeben. Diese hat sich aber vehement geweigert, indem der Tubenverschluss erst nicht aufging und als er dann auf war, kam nichts raus.  Bei anderen Colorationen dreht man den Deckel ab, dreht ihn um und piekst die Membran in der Tubenöffnung auf – fertig. Hier dreht man den Deckel, muss einen daran befindlichen fisseligen Ring abfriemeln und dann den Deckel wieder auf die Tube schrauben, um die Membran zu durchpieksen. Mein Gott – WARUM??? Da hat man sich so auf das „normale“ Öffnungssystem eingeschossen, will loslegen und dann so eine Bastelarbeit… Benutzerfreundlichkeit sieht anders aus.

Zum Glück habe ich dann irgendwann geschnallt, wie das geht und was ich machen muss, und konnte die Tönung nun aus der Tube quetschen. Das ging erstaunlich gut, denn die Tube ist aus weichem Plastik und lässt sich sehr leicht ausquetschen und knautschen, was bei den Metalltuben immer sehr schwer ist.

haartoenung-dunkle-kirsche-in-schuesselSo schön sah die Mischung dann aus.

Zuerst bepinsele ich immer die Ansätze und kämme dann nach und nach die Farbe in die Längen ein. Dadurch bekommt man weichere Übergänge zwischen alter und neuer Farbe, denn oft erwischt man beim Färben zu Hause nicht alle Haare auf einmal. Das dauert zwar sehr lange, aber man erreicht so ein einheitliches Ergebnis ohne Flecken.

Nachdem ich damit fertig war, hatte ich zu meinem Erstaunen sogar noch etwas Tönung übrig, die ich nun noch verschwenderisch in die Haare einmassieren konnte.

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So sah mein Haar dann aus. Links oben direkt nach dem Färben mit einem starken Rot-Touch und die anderen Bilder entstanden nach dem Trocknen.

Zwischen den Bildern kam das Ausspülen, was nach einer Einwirkzeit von 30 min erfolgte. Hierbei schäumt man die Tönung mit etwas Wasser kurz auf und spült die Haare dann aus, bis das Wasser klar ist. Bei dunklen Farben und vor allem bei Farben mit Rot-Anteil dauert das immer ziemlich lange. Im Anschluss kommt die Spülung zum Nachbehandeln für ca. 2 Minuten ins Haar und wird dann ebenfalls ausgespült.

Ich fand das Ergebnis erst sehr dunkel, aber jetzt gefällt es mir richtig gut.

So ging es dann zu „Föhnseminar“ mit der Friseurweltmeisterin Jana Eichler. Die anwesenden Friseurinnen sollten anhand ihrer Modelle und mit Zubehör der Firma Wella die Föhntechnik „American Blow Dry“ erlernen, welche bei einigen Promis sehr beliebt ist. Dabei wird das feuchte Haar mit Rundbürste und Föhn Schritt für Schritt vom Ansatz bis in die Spitzen so geföhnt, dass jede Menge Volumen entsteht. Zwischenzeitlich sah ich dann so aus:foehnseminar-26-9-16-2

Leider hat das „Volumen-Föhnen“ bei mir nicht funktioniert. Meine Haare waren nicht feucht genug und es hätte mehr Festiger ins Haar gemusst. Frau Eichler hat noch versucht die Frisur zu retten, aber das ging leider nicht mehr. Allerdings war ich von ihr wirklich beeindruckt! Sie hat mit vollem Körpereinsatz an meinen Haaren herumgezerrt, aber es tat überhaupt nicht weh; ich habe nichts gemerkt – sie weiß also wirklich, was sie tut. 

 

Um halbwegs ordentlich aus dem Seminar zu kommen, habe ich dann noch ein paar Wellen bekommen.

foehnseminar-26-9-16-ergebnis-2 foehnseminar-26-9-16-ergebnis-spitzen

Gut, Perfektion sieht anders aus und die Spitzen sind auch nicht so schön, aber so konnte ich wenigsten vor die Tür gehen. Schade, dass die voluminöse Frisur nichts geworden ist, solche hübschen, großen Wellen hätten mich schon sehr interessiert. Vielleicht beim nächsten Modell-Job. 

4 Gedanken zu „„Die Hoar, die Hoar, die Hoar“…

    • Stil Helferin sagt:

      Hallo Christine,

      bei künstlerischer Tätigkeit MUSS Chaos entstehen, sonst macht man was falsch! 😉
      Vielen, lieben Dank für das Kompliment! Für die Gleichmäßigkeit sorgt die „Kammtechnik“. Zwar meckert der Friseur da mal drüber, aber es sieht schön aus. 🙂

      Liebe Grüße, Jessi

  1. Dorothee sagt:

    Liebe Jessi,

    ich finde das Ergebnis gar nicht mal so schlecht und die Farbe steht dir sehr gut. Ich habe mir noch nie selber die Haare gefärbt, aber es ist bestimmt eine Sauerei. Da lass ich lieber den Profi ran, auch wenn das wesentlich teurer ist.

    Liebe Grüße,
    Dorothee

    • Stil Helferin sagt:

      Hallo Dorothee,

      ich fand das Ergebnis erst wirklich erschreckend schwarz, aber nach 2-3 Haarwäschen kam die richtige Farbe zum Vorschein und ich war sehr zufrieden damit. Mit etwas Übung ist das Färben auch keine so große Sauerei mehr. 😉 Da ich meine Haarfarbe sehr häufig wechsle, würde ich beim Friseur arm werden. -_- Wenn man aber einer Farbe/ einer eindeutigen Farbrichtung treu bleibt, dann würde ich auch immer den Gang zum Profi empfehlen. Gleiches gilt für sehr krasse Veränderungen.

      Liebe Grüße,
      Jessi

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