(Party-)Outfit mit Größe 40+

Wie es scheint, fängt die Zeit des Feierns wieder an und die Diskotheken werden gestürmt. In vielen Modeforen werden Fragen zu Party-Outfits gestellt und besonders häufig kommt die Frage nach Outfits mit Kleidergröße 40+. Eigentlich ganz normal, aber ich war schockiert über die Antworten, die die Fragestellerinnen bekommen haben. Eine überwältigende Anzahl an Posts war extrem beleidigend und mehr als sinnfrei! Ich möchte nicht ins Detail gehen, aber im Grunde ging es nur ums Abnehmen. Das ist doch vollkommener Irrsinn! Kleidergröße 40 ist NORMAL und hat mit (krankhaftem; ja, der Ausdruck fiel ) Übergewicht nichts zu tun!!!

Natürlich gibt es Klamotten, die nicht zu jeder Figur passen, aber das ist doch kein Drama. Klar sind Glitzerfummel, bauchfrei und Minirock nicht gerade die größten Figurschmeichler, aber man muss sie doch auch nicht unbedingt zum Feiern tragen, nur weil das die ganzen „Kleiderständer“ tun 

Also nun ein paar Tipps für NORMALE bis größere Größen:

  1. Ärmel: wer kräftigere Arme oder „Winkeärmchen“ hat, sollte immer Oberteile mit Ärmeln tragen, oder Boleros, Blazer und andere Jäckchen über einem Top tragen. Sehr vorteilhaft sind 3/4 – oder 7/8 – Ärmel, da diese strecken und man kann dazu sehr schön auffällige Armbänder und Armreifen kombinieren (je breiter das Handgelenk, desto größer das Accessoire).
  2. Kleider: mit dem „kleinen Schwarzen“ kann man nichts falsch machen und eine A-Linie, die ab der Taille weiter wird, schmeichelt jeder Figur. Wenn die Schultern genau so breit sind wie die Hüfte, kann man auch gerade geschnittene Kleider und Kastenformen tragen; sind ja eh gerade im Trend  Bei der Länge sollte man darauf achten, dass es nicht zu kurz wird – lieber knielange Kleider wählen.
  3. Röcke: hier ist ebenfalls Knielänge angesagt. Besonders Bleistiftröcke können von jeder Frau getragen werden, da diese erst bei Kurven richtig gut aussehen. Wer sich nicht traut, kann auch wieder die A-Linie wählen
  4. Hosen: die meisten kurvigen Frauen haben obenrum viel und unten wenig, ich nenne es „Lolli-Figur“. Hier bieten sich Röhrenhosen, Jeggings, Treggings und Leggings an. Da man in diesem Fall die Beine auf jeden Fall betonen sollte, kann man auch ruhig zu hellen Farben und Knallfarben greifen und das Ganze mit einem weit geschnittenen dunklen Oberteil kombinieren. Wer mehr Bein hat, ist mit Chino, Bootcut und Boyfriend-Jeans richtig angezogen. Hierbei sollte das Oberteil nicht zu lang und weit sein, und Blusen gehören in die Hose gesteckt  (dazu eventuell noch einen Gürtel tragen)! Dunkle Töne rücken den Fokus auf andere Körperteile und Vorsicht bei Waschungen und Gesäßtaschen. Waschungen an den falschen Stellen (zB. mitten auf dem Oberschenkel) tragen sehr auf und je größer der Po, desto größer, aber ohne Schnickschnack, die Taschen… sieht sonst echt komisch aus
  5. Oberteile: auch wenn man unsicher ist, bitte keine ‚Zelte‘ anziehen! Weite kaschiert nicht, eher treibt es die ganzen „Hungerhaken“ dazu an, näher hinzuschauen und noch mehr zu lästern. Versucht mit eurem Oberteil eine Taille zu formen. Dabei helfen breite Gürtel, Längsstreifen und -Nähte, sowie Abnäher unterhalb der Brust, die V-förmig verlaufen und dunkle Farben an den Seiten, die die Taille optisch zum schmalsten Punkt werden lassen. Besonders zu empfehlen sind V-Ausschnitte, da sie den Oberkörper strecken.
  6. Glitzer: Glitzerkram lässt jeden fülliger wirken. Daher sollte nur ein Teil des Outfits Glitzer haben und das dann auch an einer Stelle, die betont werden soll. Sicher hingegen ist man mit Glitzer-Accessoires und besonders große und kurvige Frauen dürfen mit Schmuck sehr gern übertreiben!

Wie ihr seht, ist es gar nicht so schwer mit dem passenden Party-Outift! Jeder hat eine andere Figur und sollte andere Styling-Regeln befolgen; auch dünne Menschen können nicht alles tragen. 

Diese Tipps sind natürlich nicht nur für Partys, sondern auch für den Alltag nützlich und bei Fragen helfe ich gerne!

 

*Bild von Pixabay

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