Gute Streifen, Schlechte Streifen

Dass Streifen dieses Jahr im Trend sind, habe ich schon mehrfach thematisiert. Welche Streifen für wen geeignet sind, möchte ich euch jetzt erklären. 

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Freizeitoutfit - Streifenkunde
Freizeitoutfit – Streifenkunde von Stil-Helferin mit Artikeln von Esprit, zusammengestellt bei stylefruits.de

In der oberen Reihe sind die „problematischen“ Streifen und in der unteren Reihe sind die „guten“ Streifen.

Ich fange mit den guten Streifen in der unteren Reihe an. Unten links ist ein Blazer im Marine-Look, mit dem man immer auf der sicheren Seite ist. Diese Streifen passen also immer!  Das Strickkleid daneben ist auch eine sichere Bank. Dünne Streifen sind grundsätzlich besser geeignet, als dicke Streifen. Das nächste Kleid ist perfekt für Kurven und für Damen, die sich optisch ein paar Kurven zaubern wollen. Der V-Ausschnitt macht ein sehr schönes Dekolleté und die überkreuzten Streifen sorgen für eine Wahnsinns-Taille! Für dieses Kleid also Daumen gaaaaanz hoch  Der Pulli ist auch wieder eine ganz einfache Sache. Jeans und Turnschuhe dazu; fertig  Das Kleid unten rechts sieht leicht problembehaftet aus, ist es aber gar nicht. Hier geht es ins Detail. Große Blockstreifen sind zwar schwieriger zu tragen, aber es kommt immer auf die Anordnung an, die hier sehr gut gelungen und damit für fast alle Figurtypen geeignet ist. Am Brustansatz ist noch der weiße Streifen und auf der Brust (und auch leicht darunter) ist der dunkle Streifen. Der helle Streifen lenkt den Fokus auf das Dekolleté, aber nicht direkt auf die Brust; da fängt der dunkle Streifen an, welcher die Brust optisch stützt und nach oben drückt – quasi ein optischer Push-Up. Dann folgt ein heller Streifen genau an der dünnsten Stelle (Taille), wodurch diese optisch noch schlanker und definierter erscheint. Was wollen wir mehr?

Nun zu den „schlechten“ Streifen. Diese sind nicht grundsätzlich für alle schlecht, an einem Model sehen diese Teile sicherlich gut aus, aber an uns „Normalos“ wird es schnell komisch aussehen. Das erste Shirt ist für mich ein Alptraum-Zelt-Shirt. Die Blockstreifen sind riesig, der helle Streifen ist genau auf der Brust und schreit:“Hallo, hier sind Brüste!!!“. Warum? Klar, was man hat kann man zeigen, aber so? Lieber nicht! Noch dazu fällt das Teil ziemlich schlabberig und ich wette, dass viele Leute auf die Idee kommen würden zu fragen, ob man schwanger ist. Unvorteilhafter geht es also nicht. Eine „dürre Giraffe“ könnte es aber mit Shorts gut tragen, denn dann sieht man wenigstens die dünnen Beinchen. Zu dem nächsten Pulli muss ich wohl nicht viel sagen…bin ich im Knast??? Das Kleid in der Mitte ist auch wieder ein ziemlicher Alptraum. Der Schnitt ist toll und auch sehr vorteilhaft, aber die bunten Streifen gehen gar nicht! Sie sind viel zu breit und die ausgeblichenen Farben stehen niemandem; außer man ist sehr braun und war so schon in den 80er-/90er-Jahren auf Mallorca unterwegs  Irgendwie schade um den Stoff. Jetzt wird es kompliziert! Der Blazer an sich ist nicht schlecht, aber die Anordnung der Streifen und die Farben machen es einem nicht leicht. Im Grunde handelt es sich um den erweiterten Marine-Look mit roten Akzenten, die hier recht dominant sind. Ich würde diesen Blazer nur großen, schlanken Frauen mit nicht so viel Oberweite empfehlen. An allen anderen würde er völlig deplatziert aussehen und nichts für einen tun. Der letzte Pulli ist eigentlich nicht so problematisch und gefällt mir sehr gut, aber die Anordnung ist wieder das Problem. Hier wird die Brust stark betont, aber gleichzeitig durch den dunklen Streifen am Brustansatz nach unten gedrückt. Das will man eigentlich nicht! Also empfehle ich diesen Pulli nur denen, die nicht zu große Brüste haben. Außerdem sollte die Oberweite gut oben sitzen und nicht hängen, denn der dunkle Streifen drückt wirklich alles noch weiter nach unten.

Tja, so einfach ist es also leider nicht und ich rate euch Streifenteile vor dem Kauf IMMER zu probieren, da jedes Teil an jeder Frau anders sitzt. Ich hoffe, dass ich euch ein wenig helfen konnte! 

 

*Titelbild von Pixabay

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