Die Hotpants-Debatte

Um das Thema Hotpants (ich rede hier über die Sorte, bei der ein Teil des Hinterns rausguckt) ist es immer noch nicht ruhiger geworden, zumal vor kurzem auch noch DSDS-Sternchen (ich mag mir gar nicht vorstellen, dass sie singt) und Ex-Dschungel-Camperin Tanja Tischewitsch mit einem sehr knappen Teil Aufsehen erregte.

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Ursprünglich ging es darum, dass die knappen Höschen in einer Schule nichts zu suchen haben. Das unterschreibe ich auch, schließlich setzen wir uns so auch nicht ins Büro und Schule ist für mich mit Arbeit relativ gleichzusetzen. Außerdem finde ich es ziemlich respektlos der Lehrkraft gegenüber, von der schließlich auch ein gewisses Auftreten erwartet wird. Von der „Übersexualisierung“ Minderjähriger fange ich erst gar nicht an. Ich verstehe auch nicht, warum man Hotpants überhaupt in der Schule tragen will (ja, um Jungs aufzureißen…)?! Zehn Zentimeter mehr Stoff an den Beinen machen es auch nicht viel wärmer und auch damit klebt man noch schön an den Stühlen fest und hat dann tolle Abdrücke am Hintern – das sieht blöd aus! Meine Lieblinge sind ja auch die Mädels, die sowohl Hotpants, als auch ein bauchfreies Top tragen.  In einem gewissen Alter mag das in Ordnung sein, aber irgendwann sieht es einfach nur noch ordinär aus.

Nun, eine wirkliche Einigung darüber, ob Hotpants an Schulen verboten werden sollen, bzw. unpassend gekleidete Schüler nach Hause geschickt werden dürfen, gibt es noch nicht. Verbote finde ich generell nicht so toll, schließlich bricht man diese als Jugendlicher sehr gerne, aber man sollte sich mal (jede Schule für sich) zusammensetzten, eine Pro- und Kontra-Liste machen und gemeinsam eine Vereinbarung finden.

Nach dem diese Sache meinerseits nun unter den Tisch gekehrt werden kann, wende ich mich der lieben Tanja Tischewitsch zu. Die hat nämlich vor nicht allzu langer Zeit ihr erstes Kind bekommen und ist nun mit Kind und Kegel in Hotpants zum Spielplatz gelaufen. Gut, der Kleine kann auf einem Spielplatz noch nicht so viel machen, aber egal. Jedenfalls wurde sich dann von vielen Seiten darüber geäußert, dass man sowas als Mutter nicht mehr tragen sollte. WARUM??? Die Frau ist 26 Jahre alt und hat eine tolle Figur! Warum sollte sie in ihrer Freizeit nicht in Hotpants rumlaufen? Über Geschmack lässt sich bekanntlich streiten. Ich würde mir wahrscheinlich etwas komisch vorkommen, wenn ich in Hotpants auf einem Spielplatz sitzen würde… schließlich klebt einem dann auch der ganze Sand am A***…, aber wenn sie sich so wohlgefühlt hat, dann ist das für mich absolut in Ordnung. Den Kindern wird es wohl egal sein, wie die Muttis auf dem Spielplatz aussehen und Schaden wird auch keiner genommen haben. Warum sollte man als Mutter keine Hotpants tragen dürfen? Schließlich war das „Muttersein“ die einzige Begründung für den, ja, man kann es schon Shitstorm nennen. Muss ich nach dem ich ein Kind bekommen habe den ganzen Inhalt meines Kleiderschranks wegwerfen und nur noch komplett verhüllt unter Menschen gehen? Habe ich etwas verpasst??? Sind wir in einem streng gläubigen Land? Wir reden doch immer über unsere Freiheiten und wie wichtig sie sind. Warum schränken wir uns dann selber ein? Ich bin der Meinung, dass sich jeder Erwachsene darüber im Klaren ist und sein sollte, wie er wann auf andere wirkt. Frau Tischewitsch steht in der Öffentlichkeit und ihr war sicher bewusst, dass sie in diesem Outfit eben diese Debatte lostreten wird (auch wenn ich darin keinen sinnvollen Grund finden kann). Aus Marketingsicht war das sehr geschickt, denn sie musste nicht viel tun, damit über sie geredet wird und das will schließlich jeder, der sich auch nur halbwegs prominent fühlt und durch die Öffentlichkeit sein Geld verdient.

Fassen wir zusammen: meiner Meinung nach sollte ohnehin jeder tragen, was er möchte. Leider klappt das nicht immer und wir müssen uns an gewisse Regeln halten, aber in der Freizeit sollte Frau Müller vollkommen Wurst sein, was Frau Meier im Garten, beim Einkaufen, im Schwimmbad oder sonst wo trägt. Hört doch bitte auf, übereinander her zu ziehen und unterstützt euch lieber gegenseitig; damit kann man viel mehr erreichen!

(Dieser Satz gilt auch für den Umgang unter Bloggern, welcher häufig moralisch unterirdisch ist.)

Liebe Grüße, Eure Stil-Helferin 

 

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