Struktur – Teil 2 – Familie und Freunde

Na, lief das Arbeiten schon besser? Falls nicht, müsst ihr euch keine Sorgen machen, es dauert eben, bis alles richtig funktioniert. 

In diesem Teil wird es nun komplizierter, emotional und ziemlich anstrengend. Den meisten Kummer machen uns nämlich Familie und Freunde und die Probleme auf Arbeit sind meist nur im übertragenen Sinne vorhanden. Emotionale Probleme verschleppen wir in alle Lebensbereiche, wodurch wir immer neue Baustellen aufmachen und irgendwann nicht mehr wissen, was denn die eigentliche Ursache für unsere Sorgen ist.

Also fangen wir nun mit dem Sortieren an! Dafür brauchen wir 3 Blätter Papier, einen Kuli oder Füller, einen grünen und einen roten Stift. Auf das erste Blatt kommt unsere Familienkonstellation, wobei die Familienmitglieder reichen, zu denen wir halbwegs regelmäßig Kontakt haben (die Großtante, die wir nur mal kurz vor 20 Jahren gesehen haben, können wir uns somit sparen).

Auf das zweite Blatt kommen unsere Freunde. Diese werden unter bestimmte Hauptbegriffe sortiert, wobei es sich anbietet aufzuschreiben, wodurch wir überhaupt mit ihnen befreundet sind. ZB. Schule, Studium, Nachbarschaft, Hobby, Arbeit…

Nun nehmen wir den grünen Stift und kreisen auf beiden Blättern die Personen ein, die wir am liebsten haben, die uns am wichtigsten sind, die uns immer unterstützen, usw. Also jene, mit denen wir nur Positives verbinden.

Anschließend kreisen wir alle Personen, mit denen wir Probleme haben, rot ein. Bei Frauen dürften das meist die Schwiegermutter, die Schwägerin und eine neidische Freundin sein. 

Beide Blätter sollten nun ein paar Tage irgendwo sichtbar liegen bleiben, denn häufig fällt uns spontan noch etwas ein. Wenn nach 3-5 Tagen keine neuen Einkreisungen dazu gekommen sind, kann man sich das dritte Blatt zur Hand nehmen. Dort schreibt man drei Überschriften drauf: Lieblingsmenschen, Probleme klären, Abstand nehmen. Nun werden die Namen zugeordnet, wobei es sich anbietet, jeden Tag nur einen Namen pro Überschrift aufzuschreiben und bei zu klärenden Problemen das Problem dazuzuschreiben.

Leider sind wir danach immer noch nicht am Ende und eigentlich beginnt die richtige Arbeit erst jetzt. Nun suchen wir uns jede Woche einen Liebling und ein Problem aus. Mit dem Liebling treffen wir uns, telefonieren, oder schreiben etwas Nettes. Mit dem Problemfall versuchen wir das Problem zu lösen; sei es telefonisch oder von Angesicht zu Angesicht. In den meisten Fällen werden wir positiv überrascht sein, denn viele Probleme sind einfach nur Missverständnisse gewesen. Die „Abstand-nehmen-Leute“ werden weitestgehend ignoriert. Von unserer Seite gibt es somit keinerlei Kontaktversuch. Sollte sich so eine Person allerdings bei uns melden, bleiben wir sachlich und eher distanziert, ohne jedoch böse zu werden. Im Grunde sollte man sich so langweilig wie möglich geben und man wird in Ruhe gelassen. Wenn man mit so einer Person allerdings gerade überhaupt nicht kann, kann man MAL eine Notlüge einsetzen. Sofortiger Kontaktabbruch mit Ansage hilft in den wenigsten Fällen, da das Gegenüber immer wieder versuchen wird Kontakt aufzunehmen. Also sich lieber schleichend aus der Freundschaft verabschieden. Bei Familienmitgliedern ist das nicht ganz so einfach, aber man kann den Kontakt auf ein Minimum reduzieren. Wichtig dabei ist, dass man immer nett und freundlich bleibt und keine Angriffspunkte liefert.

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