Struktur – Teil 1 – Arbeit

Viele von uns wünschen sich bei der Arbeit mehr Struktur und am liebsten noch eine eigens entwickelte. Gerade in Team- und Gruppen-Arbeiten kann das ein großes Problem darstellen, da jeder seinen eigenen Kopf und andere Prioritäten hat.

Bei solchen Arbeiten helfen nur genaue, morgendliche Absprachen. Zwar erinnert das ein wenig an die Kindergartenzeit, in der man erstmal einen Morgenkreis gemacht hat, aber es hilft ungemein. Nur so können rechtzeitig Prioritäten gesetzt und mögliche Fragen geklärt werden. Wichtig ist auch, die einzelnen Aufgaben gerecht und nach individuellen Stärken und Schwächen zu verteilen. Dabei sollte nicht der Teamleader allein die Entscheidungen treffen, sondern es sollte über jeden Diskussionspunkt abgestimmt werden. Um die Absprachen zu erleichtern und zu beschleunigen bieten sich visuelle Hilfsmittel, wie zB. eine Tafel, an. Damit können dann auch die Ergebnisse verständlich und immer erreichbar dargestellt werden. Ist alles geklärt, kann die ruhige Arbeitsphase folgen. Sollten Fragen und Probleme auftauchen, die nicht akut sind, ist es besser, sich diese für die nächste Morgenbesprechung zu notieren, um den Arbeitsablauf nicht zu stören.

Beim selbständigen Arbeiten kann sich jeder selbst strukturieren. Hier ist es am wichtigsten, dass man sich genug Puffer einbaut, da immer mal etwas dazwischen kommen kann. Die Möglichkeiten zur Selbststrukturierung sind schier unendlich, wobei ich hier ebenfalls immer visuelle Hilfsmittel favorisiere. Zwar bin ich bei der Arbeit eher ein Kopfmensch, der gedanklich alle Punkte abhakt, aber wenn ich gestört werde, kann es schon passieren, dass ich etwas vergesse. Darum liebe ich Schmierblätter! Ständig habe ich irgendwo ein Blatt Papier liegen, auf dem ich das festhalte, was mir gerade durch den Kopf geht. Je nach Lust und Laune tue ich das auch noch in verschiedenen Farben. Andere machen sich lieber Checklisten zum Abhaken oder verteilen überall Klebezettel. Was am besten zu einem passt, muss ausprobiert werden.

 

Wie strukturiere ich mich im Alltag?

Ich bin zwar ein außergewöhnliches Beispiel, aber zum besseren Verständnis möchte ich euch erklären, wie genau ich tagtäglich vorgehe.

Kurz zu den Fakten: 1. Ich arbeite von zu Hause aus. / 2. Ich betreibe den Blog (teste Produkte, muss Fotos machen, recherchieren, schreiben, eigene Ideen für Beiträge finden…), studiere (lese diesbezüglich sehr viel und Querbeet) und mache zwischendurch noch ätzende Haushaltssachen. / 3. Ich brauche viel Freiraum zum Denken und Verarbeiten, wodurch ich regelmäßig Pausen, oder auch einen Mittagsschlaf, einbauen muss.

Wie fange ich an? Ich bin absolut kein Morgenmensch!!! Ich bekomme morgens überhaupt nichts gebacken, wodurch ich erstmal Dinge machen muss, bei denen ich nicht viel falsch machen kann. Somit gehe ich erstmal meine ganzen E-Mails durch und markiere jene, auf die ich antworten muss. Anschließend schaue ich bei allen Social-Media-Seiten vorbei und beantworte Fragen/Kommentare poste einen Morgengruß und Like zurück. Erst danach kommt meine eigentliche Tagesplanung.

Zunächst beschäftige ich mich mit den Haushaltsthemen und schreibe mir kurz auf, was zu tun ist. Dann gucke ich, was ich alles parallelisieren kann –> während die Waschmaschine läuft lege ich die saubere Wäsche zusammen, räume sie weg, putze und kümmere mich um meine Tiere und Pflanzen. Hierbei ist es wichtig, dass ich Haushalt und Arbeit nicht groß vermische, da ich sonst schnell durcheinander komme. Stupide Arbeiten (Social-Media-Kram) gehen aber.

Ist der erste Schwung erledigt und kann nichts mehr parallel ablaufen, mache ich mir Gedanken um meine eigentliche Arbeit und schnappe mir wieder meinen Schmierzettel. Hier haben sehr viele Faktoren einen Einfluss. Teste ich zum Beispiel gerade ein Produkt, dann tue ich das als erstes. Danach wird recherchiert, gelesen, zusammengefasst und vorformuliert. Jetzt kommt meist eine Pause und der nächste Haushalts-Part wird erledigt.

Habe ich gerade kein Produkt im Test, kümmere ich mich erstmal um meine Studieninhalte. Meistens stoße ich dabei auf interessante Themen für den Blog oder mir kommen Quergedanken zu möglichen Beiträgen. Diese Gedanken schreibe ich auf und beende das Studienkapitel. Jetzt kommt wieder Haushaltskram, denn dabei kann ich gut nachdenken und lernen. Nun ist auch der Zeitpunkt, an dem ich meine Mails beantworte, da zwischen 11 und 13 Uhr eigentlich jeder bei der Arbeit sein müsste.

Für gewöhnlich gibt es nun Mittag und nach dem Essen entscheidet sich, ob ich ein Schläfchen machen muss, oder nicht.

Weiter geht es mit Fotos. Ich fotografiere am liebsten nachmittags, weil da das Licht am schönsten ist und ich wahrscheinlich nicht mehr durch Paketzusteller gestört werde. Nach dem Fotografieren wird sortiert, bearbeitet und meist auch gleich etwas gepostet. Wenn es dann nicht allzu spät ist, schreibe ich noch eine Runde. Damit mache ich dann spätestens um 18 Uhr Schluss. Hierbei ist es gar nicht schlimm, wenn der Beitrag noch nicht fertig ist, denn ich lasse meine Arbeit gerne reifen und schlafe nochmal drüber. Das ist auch bei Studien-Arbeiten so; hat etwas mit meinem blöden Perfektionismus zu tun.

Sollte Mann noch keinen Feierabend haben, lese ich noch ein wenig quer und lasse mich inspirieren. Außerdem kümmere ich mich dann noch um die letzten Social-Media-Angelegenheiten. Sollte ich darauf keine Lust haben, mache ich eben etwas länger Sport. 

 

Ihr seht, dass es bei mir augenscheinlich ziemlich chaotisch zugehen kann. Das liegt daran, dass ich sehr viel zu verarbeiten habe und das geht eben nicht mal so nebenher. Trotzdem habe ich eine gewisse Struktur, die auch fast jeden Tag so aussieht.

 

Fazit

Ihr seht, dass es gar nicht so einfach ist, die notwendige Struktur mit einer Prise Flexibilität für Unvorhergesehenes zu kombinieren. Die richtige Mischung zu finden, ist immer eine Gratwanderung und hängt von sehr vielen Faktoren ab. Wichtig ist, dass man einen groben Plan hat und diesen mit der nötigen Gelassenheit verfolgt. Es bringt nichts, wenn wir uns bei jeder Abweichung die Haare raufen.

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