„Millenials“ – eine gestresste Generation

In den letzten Jahren häufen sich die Studien, die besagen, dass die „Millenials“ (Menschen, die zwischen 1980 und 2000) geboren wurden, die meist gestresste Bevölkerungsgruppe darstellen.

Das Stichwort hier lautet „demografischer Wandel“. Es gibt mehr ältere, als jüngere Menschen und die älteren Menschen werden immer älter. Schlussendlich bedeutet das, dass eine Minderheit eine Mehrheit zu versorgen hat und das kann so nicht funktionieren.

In Deutschland leistet ein Arbeitnehmer durchschnittlich die Arbeit, die für drei Arbeitnehmer gedacht wäre. Hier beißt sich die Katze in den Schwanz, denn es gibt eine Menge Leute im „Rentenalter“, die noch gar nicht aufhören wollen zu arbeiten. Es gibt schon einige Möglichkeiten länger als vorgesehen zu arbeiten, nur leider sind die bürokratischen Hürden enorm hoch, sodass viele Menschen unfreiwillig in Rente gehen, weil es einfacher ist.

Hier besteht definitiv Handlungsbedarf, denn alle Arbeitnehmer, besonders die Millenials, leben an der Grenze des machbaren. Burnout und Depressionen nehmen in dieser Gruppe stark zu.

Was kann man tun? Bereits in meinem Beitrag ‚Generation „maybe“‚ –> https://mein-stil-helfer.de/hsp-migraene-und-co/generation-maybe/ – habe ich die Probleme dieser Generation angesprochen, unangenehme Themen zur Sprache zu bringen. Man möchte niemandem zur Last fallen und man möchte immer gut da stehen. Burnout und Depressionen sind aber kein kleines Malheur, sondern ernsthafte Erkrankungen, über die man definitiv reden sollte.

Da es trotzdem viele gibt, die sich keine Hilfe suchen möchten, habe ich ein kleines Hilfsmittel gebastelt, mit dem ihr herausfinden könnt, ob ihr potentiell gefährdet seid.

Im Prinzip ist es ein einfacher Kalender, in dem ihr anhand von Farben täglich eintragen könnt, wie ihr euch gefühlt habt / wie es euch den Tag über ergangen ist. Noch besser wäre es, wenn ihr jeden Tag in morgens, mittags, abends unterteilt. Gerade Depressionen können sich in starken und schnellen Stimmungswechseln manifestieren. Viele Ärzte und Therapeuten nutzen ähnliche Hilfsmittel; vielleicht hat der eine oder andere von euch so einen Kalender schon gesehen oder selbst geführt.

Wenn ihr am Ende des Jahres feststellt (oder auch schon früher; ihr solltet regelmäßig ein kleines Fazit ziehen), dass bei euch die Farben von (in meinem Beispiel) gelb bis grau dominieren, dann solltet ihr euch professionelle Hilfe suchen. Wenn ihr einen Hausarzt habt, mit dem ihr gut reden könnt, dann wäre der eure erste Anlaufstelle. Er kann anhand eures Kalenders und eurer Erzählungen eine erste Empfehlung aussprechen, ob ihr therapeutische oder ärztliche Hilfe benötigt, oder ob eine Beratung oder Selbsthilfegruppe besser für euch geeignet wäre.

Ich nutze gerne solche simplen Hilfsmittel, wie Kalender oder Stundenpläne, da sie einfach zu erstellen und zu nutzen sind. Sie machen keinen großen Aufwand und bieten eine sehr gute Übersicht.

Probiert es einfach mal aus! 

 

 

 

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