Mein hochsensibles Gehirn und Veränderungen

Grundsätzlich gibt es gute und schlechte Veränderungen. Es gibt Menschen, die brauchen ständig Veränderungen und es gibt welche, die hassen sie oder haben sogar Angst vor ihnen. Das Gehirn vieler hochsensibler Menschen sucht in jeder Veränderung, egal ob gut oder schlecht, einen Sinn. Findet es diesen nicht, wird es sehr komisch im Kopf und es kommt zu Konflikten mit der Außenwelt. Einfach etwas hinzunehmen, fällt uns extrem schwer.

Mein Kopf unterscheidet aber auch noch zwischen kurzfristigen Veränderungen, langfristigen Veränderungen und spontanen und geplanten Veränderungen. Dabei sind kurzfristige und spontane Veränderungen für mich erstmal grundsätzlich scheiße. Noch schlimmer sind jedoch Veränderungen, die durch Dritte oder aus irgendwelchen Situationen heraus entstehen, ob ich das nun so möchte oder nicht. Meist möchte ich es nicht, denn ich bin der geborene Entscheider. Wenn jemand also etwas für mich entscheidet, dann finde ich das in den meisten Fällen nicht richtig. Ich habe übrigens kein Auswahlproblem, was schon meine Professoren sehr interessant und merkwürdig fanden. Im Gegenteil, ich liebe eine große Auswahl und das Skizzieren meiner Kopf-Pläne (A-Z). Aber ich schweife ab; Veränderungen…

Ich bin gerade sehr zwiegespalten. Auf der einen Seite wünsche ich mir eine langfristige Veränderung herbei, die von langer Hand geplant ist, aber durch den Einfluss Dritter geht es nicht voran. Das macht mich wahnsinnig, denn ich fühle mich hilflos. Ich muss immer für alles selber verantwortlich sein und wenn das nicht geht, dann habe ich ein Problem, was mich immer wieder heimsucht und runterzieht.

Auf der anderen Seite gibt es eine langfristige Veränderung im Leben Dritter, die mich jedoch mit einbezieht und das möchte ich in dieser Form nicht. Abgesehen davon zieht das mehrere, kurzfristige und spontane Veränderungen nach sich, die ich auch nicht unbedingt möchte. Beträfen diese Veränderungen nur mich, dann könnte ich damit noch halbwegs umgehen und den Diplomaten raushängen lassen. Aber es sind mehrere Personen betroffen und da liegt für mich das größte Problem; Ungerechtigkeit. Ich habe ja schon mal geschrieben, dass Gerechtigkeit für viele HSPler sehr wichtig ist. Hier führt nun jemand Veränderungen durch, ohne Rücksicht auf andere zu nehmen.  Es interessieren weder die Anzahl der Betroffenen, noch die Personen an sich, noch die Gesamtsituation und ich weiß nicht, wie ich damit umgehen soll. Ich bin ein sehr kompromissbereiter, netter und hilfsbereiter Mensch, aber irgendwo ist Schluss – Egoismus unterstütze ich nicht. Erst recht nicht, wenn er andere verletzt oder ihnen sogar schadet.

So, jetzt habe ich das zwar alles etwas kryptisch aus meinem Kopf herausgeschrieben, aber eine Lösung habe ich immer noch nicht. Eine vernünftige Kommunikation ist übrigens auch nicht möglich. Wenn ein Austausch stattfindet, dann nur lückenhaft und mit teils erpresserischem Charakter. I hate! 

Veränderungen, sie vereinen so viele Faktoren, dass einem fast schon schwindelig werden kann (zumindest dann, wenn man sich Gedanken darüber macht).

Ich gehe jetzt auch mal etwas verändern. Einmal etwas längerfristiges, spontan umgesetzt und einmal etwas geplantes, was ich gerade vor mir herschiebe und was nicht nur mich betrifft. Ja, ok… ich färbe nur meinen Ansatz und putze das Klo. 

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