Gute Vorsätze

Mal ehrlich, jeder von uns nimmt sich für das neue Jahr etwas vor, auch wenn es nur der Vorsatz ist, sich nichts vorzunehmen.

Es ist ganz normal und richtig sich Ziele zu setzen. Ohne Ziele fehlt uns die Motivation.

Allerdings nehmen wir uns oft viel zu viel und viel zu harte, teils unerreichbare, Dinge vor. Das ist wohl auch der Grund, warum viele von uns, die sich voller Elan in die Umsetzung ihrer Vorstellungen gestürzt haben, schon aufgegeben haben.

Damit ihr glücklich und zufrieden mit dem Jahr 2019 werden könnt, habe ich eine kleine Hilfestellung für euch, wie ihr mit euren guten Vorsätzen umgehen könnt und eure Ziele auch erreicht. 

  1. Der wichtigste Faktor ist die Zeit. Wir haben alle zu wenig davon und wenn wir unseren Tag noch mehr füllen, gelangen wir schnell an unsere Grenzen und geben auf. Also müssen wir nach Lücken suchen und Aktivitäten tauschen. Dafür müssen wir jedoch erst wissen, was wir überhaupt alles an einem Tag machen. Hier bietet es sich an, über drei bis fünf Tage jede Aktivität aufzuschreiben (ja, auch jeder Griff zum Handy, denn gerade das wird uns erstaunen), um sich ein Bild machen zu können. Ja, es ist aufwändig, aber es lohnt sich! Ihr werdet feststellen, dass ihr sehr viele Tätigkeiten aus Verlegenheit und Langeweile macht (Griff zum Handy) und genau diese Zeit könnt ihr für eure Vorsätze nutzen. Auch werdet ihr feststellen, dass ihr so manches in einer unlogischen Reihenfolge macht. Hier kann durch eine bessere Planung Zeit geschaffen werden.
  2. Die Planung ist auch etwas nervig und viele fühlen sich davon bevormundet und nicht frei, aber es gibt schon einen Grund, warum es in der Schule einen festen Stundenplan gibt. Man muss sich um die Planung keine Gedanken machen und kann einfach seine Arbeit erledigen. Das schafft nicht nur Freiräume im Kopf, sondern auch in unserem Zeitplan. Hier gilt es jeder Aktivität ihre Zeit einzuräumen. Stoppt also einfach mal bei jeder Aktivität die Zeit und plant realistisch. Bis ein realistischer Plan steht, braucht es ein bis zwei Wochen, aber danach müsst ihr euch keine Gedanken mehr machen und ihr habt immer vor Augen, wann was ansteht und wann ihr Freizeit habt. Allein das gibt schon einen großen Motivationsschub! 
  3. Realistische Ziele – hier wird es haarig, denn der Mensch denkt GROß! Der Mensch ist aber auch ein Gewohnheitstier und Veränderungen sind grundsätzlich eine Katastrophe. Also dürfen wir nur häppchenweise vorgehen, um Erfolge zu erzielen. Ein Beispiel: ihr wollt in diesem Jahr 20 kg abnehmen. Ein realistisches Zwischenziel wäre es, wenn ihr im ersten Quartal 5 kg abnehmen möchtet. Das ist überschaubar und der Druck ist in Ordnung. Also formuliert ihr: Ich möchte im ersten Quartal 5 kg abnehmen. Nun kommt noch das WIE: Ich möchte im ersten Quartal 5 kg abnehmen, indem ich auf Süßigkeiten und Softdrinks verzichte. Eine genaue Formulierung lässt keinen Platz für Ausreden und ein realistisches Ziel in einer realistischen Zeit braucht auch keine Ausrede. Dabei sollte das WIE immer nur eine kleine Veränderung sein, die nicht weh tut. Die nächsten Schritte könnten zum Beispiel sein, dass man nur zwei Mal pro Woche Fleisch und Wurst isst, dass man drei Mal pro Woche frisch kocht, dass man drei Mal pro Woche eine halbe Stunde bis Stunde Sport macht… bis hin zur langfristigen Ernährungsumstellung. Solche kleinen Schritte tun nicht weh, oder? Ihr kommt zwar nicht in einer wahnsinnigen Geschwindigkeit an euer Ziel, aber so werdet ihr nicht aufgeben und nur so habt ihr auch langfristig etwas davon. Wenn ihr dieses kleinteilige Muster erstmal verinnerlicht habt, dann könnt ihr es auf alle anderen Vorhaben übertragen.
  4. Hilfe – Es wird Momente geben, in denen ihr alleine nicht weiter kommen werdet. Das ist nicht schlimm, sondern normal. Sucht euch dann rechtzeitig Hilfe und nehmt sie auch an. Manchmal muss man einfach nur mit jemandem reden, um den Knoten im Kopf zu lösen.
  5. Ausfälle und Cheat Days sind kein Drama! Ihr lebt nicht in einer Kapsel und müsst so auch mal von euren Plänen abweichen. Das ist gar nicht schlimm! Es wirft euch in eurem Vorhaben keineswegs zurück. Nehmt es mit Humor und verschiebt/streicht etwas aus eurem Plan – die Welt wird davon nicht untergehen. 
  6. Der letzte Punkt ist wohl der wichtigste Punkt – Belohnung! Anfangs ist man noch sehr motiviert und muss sich gar nicht belohnen, denn die Teilerfolge sind Belohnung genug. Irgendwann geht es aber nicht mehr so rasant weiter, weil der Alltag uns voll im Griff hat. An diesem Punkt macht es Sinn, sich zu belohnen. Belohnen kann man sich bei Erreichen eines Zwischenziels, am Ende eines Monats, oder auch am Ende einer Woche. Das ist ganz individuell und jeder sollte es sich so gestalten, wie er es braucht. Achtung: gute Belohnungen haben nicht unbedingt etwas mit Geld ausgeben zu tun! Es bringt nichts, wenn ihr am Ende des Jahres fit und gesund, aber pleite seid!  Nehmt euch als Belohnung Zeit – Zeit für einen Mittagsschlaf, Zeit für eine Tasse Tee auf dem Balkon, Zeit für ein Schaumbad, Zeit für ein Kapitel eines tollen Buchs…

 

So, ich hoffe, dass wir mit dieser kleinen Hilfestellung ein tolles Jahr mit vielen tollen Momenten und Erfolgen haben werden. 

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