Beauty-Trend 2019

So langsam können wir uns mit den Trends für dieses Jahr beschäftigen.

Ich starte heute mit DEM Beauty-Trend – „Glass Skin“.

Wie viele Beauty-Trends kommt auch dieser aus Asien und bedeutet reine, fast schon porenlose, makellose Haut. Das A und O sind Feuchtigkeit, Feuchtigkeit und nochmal Feuchtigkeit! Allerdings muss man die richtige Balance finden, denn zu viel ist auch nicht gut. Eine überpflegte Haut neigt zu Unreinheiten.

Bevor ich euch erkläre, wie man eine „Glass Skin“ bekommen kann, muss ich euch leider einen Dämpfer versetzen. Die asiatische Haut unterscheidet sich sehr stark von der europäischen Haut und wir können hier Kopfstände machen und erhalten doch nie dieses super tolle, makellose Ergebnis.  Auch das Klima spielt eine große Rolle und wir müssten schon viele Stunden am Tag in einem Gewächshaus verbringen, damit unsere Haut hübscher wird. Folglich müssen wir uns von den tollen Instagram-Bildern, welche in unseren Köpfen spuken, verabschieden – so werden wir leider nicht aussehen.

Trotzdem ist an der Pflege-Routine für „Glass Skin“ etwas dran und schaden wird es nicht. Es ist nur sehr zeitaufwändig.

Nachfolgend die einzelnen Schritte:

  1. sanfte Gesichtsreinigung – die Haut muss morgens und abends mit sanften Mitteln und Methoden gereinigt werden. Am besten nutzt man nur Produkte für sensible Haut. Hier bieten sich Reinigungsöle an. Diese entfernen nicht nur alles, sie pflegen die Haut auch schon und bereiten sie auf die nächsten Schritte vor. Einmal pro Woche sollte man seiner Haut auch eine längere Öl-Massage gönnen. Da nicht jeder ein Öl-Fan ist und das Hautgefühl durchaus gewöhnungsbedürftig sein kann, können alternativ auch Mizellenwasser oder Mizellenreinigungsgel, oder Konjac Sponges benutzt werden (solche stelle ich euch nächste Woche näher vor).
  2. Toner – nach der Reinigung sollte man eine Pause von 5-10 Minuten einplanen. Danach folgt der Toner. Er öffnet die Poren wieder etwas, versorgt die Haut mit ein wenig Feuchtigkeit und bereitet sie auf die reichhaltigere Feuchtigkeitspflege vor. Eine Alternative zum Toner sind Seren. Diese sind schon etwas reichhaltiger und können je nach Art noch andere Ergebnisse (Glättung, Falten-Filler…) erzielen. Auf eine Serum-Basis kann nun ein Make-up oder eine BB- / CC-Cream aufgetragen werden. Eigentlich ist das Ziel der „Glass Skin“, dass man darauf verzichten kann, aber da das für die meisten von uns illusorisch ist, können wir dabei bleiben. Zwischendurch kann man die Haut prima mit Feuchtigkeitssprays erfrischen (bietet sich besonders bei trockener Luft an).  Sehr angenehm und pflegend sind Sprays mit Kokosnusswasser und Gurke. Nach dem Auftragen des Toners oder Serums sollte man wieder 5-10 Minuten bis zum nächsten Schritt warten.
  3. Tagespflege – wenn man ungeschminkt bleiben möchte, trägt man nun die Tagespflege auf. Diese sollte viel Feuchtigkeit spenden, nachhaltig Feuchtigkeit spenden (mit Hyaluron), einen Sonnenschutz enthalten (kann auch extra noch über der Tagespflege aufgetragen werden, falls man kein passendes Kombi-Produkt findet), eine leichte Konsistenz haben (zB. Gel- oder Jelly-Creme), die Haut vor Umwelteinflüssen schützen und vielleicht noch ein paar wichtige Vitamine und Mineralien enthalten.
  4. Abends – abends geht der Spaß wieder von vorne los –> Reinigung, warten, Toner/Serum, warten, Nachtpflege. Die Nachtpflege kann etwas reichhaltiger sein, muss sie aber nicht. Hier muss man ausprobieren, was der Haut am besten gefällt.

Einmal pro Woche sollte die Haut gepeelt werden und auch Feuchtigkeitsmasken sind ein wichtiger Bestandteil dieser Pflege-Routine. Masken kann man je nach Bedarf täglich, alle zwei Tage oder auch einmal pro Woche anwenden. Wichtig ist, dass man wirklich nach jedem Pflege-Schritt eine Pause macht und erst danach den nächsten Schritt angeht.

Mein Fazit: Die Schritte an sich sind durchaus plausibel und definitiv machbar. Die benötigten Produkte reißen kein großes Loch in die Brieftasche und sind vermutlich eh schon in unseren Badezimmern zu finden. Leider ist diese Routine ein zeitliches Desaster! Wer kann und will so lange im Bad bleiben? Schließlich macht man nichts Großes und ich würde vermutlich irgendwann frustriert aufgeben, weil mir der kurzfristige Vorher-Nachher-Effekt zu gering ist. Beim Schminken sieht man ja genau und sofort, wie man sich verändert hat. Ich werde mich ab und an an dem Plan versuchen, aber alltaugstauglich ist die Prozedur nicht.

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