Paketdienst-Fails des Jahres

Bald ist es vorbei und hoffentlich kommen jetzt keine Pakete mehr, denn ich habe mich in diesem Jahr schon genug geärgert.

Damit ihr etwas zu lachen habt, kommen hier nun meine Paketdienst-Fails des Jahres für euch. Viel Spaß!

 

Der Monsterdrucker

Gleich zu Jahresbeginn hatten wir enorm viel Spaß mit unseren Freunden von DHL. Unser alter Drucker ist im wahrsten Sinne des Wortes abgeraucht und wir mussten einen neuen kaufen. Da der neue Drucker vorwiegend für die Arbeit genutzt wird, sollte es schon ein ordentliches Modell sein, wie man es in sämtlichen Büros vorfinden würde. Also kauften wir einen 28 kg schweren Würfel und zahlten horrende Versandgebühren. Gut, man kauft ja nicht jedes Jahr einen neuen Drucker und wenn wir so ein Monster transportieren könnten, dann hätten wir auch einfach nur zum nächsten Elektromarkt fahren können. Man gönnt sich aber sonst nichts und lässt liefern.

Die Bestätigungen kam fix und die Sendeverfolgung startete. Für den angekündigten Liefertermin wurde extra ein Termin verschoben, denn ich Zwerg hätte den Drucker wohl kaum in die Wohnung bekommen (4. Etage und fast alle Zusteller weigern sich da hoch zu kommen – also kommen wir immer runter). Der Tag der Lieferung war gekommen und nun saßen wir da und schauten wie gelangweilte Rentner regelmäßig aus dem Fenster. Kein DHL-Auto…

Plötzlich tat sich etwas in der Sendeverfolgung –> „Zustellung nicht möglich“ –> häh? Wir sind doch da! Die Klingel funktionierte auch, denn wir hatten zum Mittag Pizza bestellt. Also ab ans Telefon. Dort erklärte man uns, man könne das Paket nicht ausliefern, weil es zu schwer sei. Ja, ach nee… genau deswegen sollte das Teil ja auch geliefert werden und genau deswegen haben wir die absurden Versandkosten gehabt. Die Diskussionen wurden immer hitziger und es folgte die Drohung das Paket zurückzuschicken, wenn wir es nicht gleich aus der Innenstadt abholen (wir wohnen am Stadtrand).

Stinksauer sind wir also ins Auto gesprungen und in die Stadt gefahren. Bei der Postfiliale darf man aber nur mit Anwohnerausweis parken und da wir nicht da wohnen, haben wir den natürlich nicht. Also mussten wir einen knappen Kilometer weiter auf einem gebührenpflichtigen Parkplatz parken – ist ja nicht so, dass wir die scheiß hohen Versandkosten schon bezahlt hätten.

In der Filiale teilte man uns mit, dass das Paket für den Zusteller zu schwer ist. Ja, natürlich ist das für unsere Posttante zu schwer! Die ist genauso klein und schmal wie ich. Für solche Sachen hat man doch aber auch männliche Kollegen. Die zB., die täglich die Autos beladen; so einen könnte man doch mit ins Auto setzen. Lange Rede, kurzer (Un-) Sinn, aus irgendeinem, mir unbegreiflichen, Grund ging es immer noch nicht. Das Paket sei schwerer als 31,5 kg und das wird so nicht geliefert. Moment!!! Wir hatten die genauen Maße und Gewichte beim Drucker-Shop erfragt und per Mail erhalten – die Maße passten. Wütend wurde der Drucker dann von einem männlichen Kollegen auf die Waage gehievt und siehe da, 29 kg und ein paar Zerquetschte – ups… *peinliches Schweigen*… Aber da wir ja jetzt da waren, konnten wir doch das Paket auch mitnehmen (Zitat der netten Frau am Tresen).

Wir hatten keinen Bock mehr und haben letzten Endes den Drucker zu zweit durch die Stadt geschleppt und einen Euro Parkgebühr bezahlt. Fragt nicht, wie wir das Teil ins Auto und in die Wohnung bekommen haben. Wir wissen es nicht mehr, wir waren einfach zu fertig…vermutlich mit Gewalt…

 

Die kaputte Klingel

Wir müssen echt eine sehr launische Klingel haben, denn wenn ein Paket geliefert werden soll, dann funktioniert sie genau zum Zeitpunkt der Auslieferung leider nicht.

Mittlerweile sind wir schon so paranoid, dass wir mindestens einmal in der Woche „Probe-Klingeln“…

Das Nicht-Klingeln sorgt so bei uns dafür, dass mindestens 3 von 10 Paketen nicht direkt bei uns ankommen.

 

Club-Mitglied

Nachdem das mit dem Nicht-Klingeln schon öfter passiert ist, was laut DHL nicht sein kann, wurde uns nahegelegt, uns doch als Kunde registrieren zu lassen. Dort kann man dann sämtliche seiner Daten hinterlegen (inkl. E-Mail-Adressen und Telefonnummern), einen Wunschnachbarn angeben und die nächstgelegene Filiale wählen. Hätten wir ein Haus, dann gibt es noch die Möglichkeit einen Abstellort am Haus auszuwählen.

Yeah, tolle Idee, warum sagt man uns das erst nach der hundertsten Beschwerde?! Egal, gesagt, getan!

So kam der Tag, an dem wieder ein Paket mit DHL geliefert werden sollte. Wir waren zu Hause, die Klingel funktionierte, unser Wunschnachbar war zu Hause, seine Klingel funktionierte und zur Not hatten wir ja noch unsere Wunschfiliale (die nächstgelegene) und sämtliche Telefonnummern angegeben. Es wurde Mittag, es wurde Nachmittag, es wurde Abend und Mann durfte auf meinen Verdacht hin mal zum Briefkasten gehen. Siehe da, ein Zettel von DHL – wir waren wohl nicht da/ unsere Klingel funktionierte nicht, unser Nachbar war wohl in dem Moment auch nicht da/ seine Klingel funktionierte auch nicht, Handy + Telefon + E-Mail funktionierte auch nicht und in unserer Wunschfiliale war wohl auch niemand anzutreffen, denn das Paket wurde in die Innenstadt geliefert. Man, man, man… so viele blöde Zufälle aber auch…

P.s. Vor einiger Zeit teilte man uns mit, dass das mit den Wunschfilialen nicht mehr geht und jeder Zusteller selber entscheidet, wo er das Paket hin bringt. Aha! Das Wunschfilialen-Konzept hat bei uns eh nie funktioniert, aber ich verstehe nicht ganz, warum ein Zusteller, der 3 Straßen weiter im Paketzentrum arbeitet, von dort aus die Pakete zu uns bringt und dort wieder hin zurück muss, um das Auto abzustellen, das Paket am Ende des Tages in die Innenstadt bringt; freiwillig, eigene Entscheidung?! Das ist doch sinnfrei!

 

Liegezeiten und andere kuriose Zeiten 

Als wir noch studiert haben, bekamen wir regelmäßig Briefe von der Hochschule. Diese befindet sich im benachbarten Stadtteil und ihr werdet es nie glauben, aber die Briefe waren immer mindestens 7 Tage unterwegs. Warum? Wie geht das? Kamen die mit der Schneckenpost? Hat sich die Brieftaube nicht zurechtgefunden? Fragen über Fragen.

Ähnlich ist es mit Paketen. Da sieht man in der Verfolgung, dass das Paket tagelang irgendwo rumliegt (krassester Fall im Moment, ein Paket, was über zwei Wochen in irgendeinem Paketzentrum lag und urplötzlich nach 2 weiteren Tagen bei mir ankam). Bei einem längst überfälligen Paket haben wir mal wieder die Leute von der Hotline belästigt und erfahren, dass unser Paket seit einer Woche drei Straßen weiter im Paketzentrum liegt. Auf die Frage, ob wir es dann nicht einfach abholen können, weil wir dort häufiger mal dran vorbeikommen, wurde uns mitgeteilt, dass wir das aus versicherungstechnischen Gründen nicht dürfen und darauf warten müssen, bis sich ein Zusteller bequemt und es uns bringt.

Die Sache mit den Liegezeiten kann aber ganz schön nach hinten losgehen, wenn man etwas auf Rechnung gekauft hat.

 

Das falsche Auto 

Erinnert ihr euch noch an Black Friday und Co.? Genau, wir hatten ein riesen Paket Kaffee bestellt und dreimal dürft ihr raten, wann es ankam. Richtig, knapp eine Woche nach dem angekündigten Liefertermin!

Wir saßen also mal wieder ungeduldig am Fenster und warteten auf unser Paket, welches zwischen 10 und 12 Uhr kommen sollte. 12:15 Uhr erhielten wir eine Mail, dass unser Paket an unsere Wunschadresse geliefert wurde. Moment, wir hatten überall unsere private Adresse stehen. Und was ist bitte unsere Wunschadresse? Das stand in der nächsten Mail, die einige Minuten später eintrudelte – real. Unser Paket wurde in den real geliefert und wir wussten nicht warum. Also sind wir zum real gefahren und haben dort einige Mitarbeiter verschlissen, die alle sehr bemüht waren unser Paket zu finden, bis plötzlich herauskam, dass an diesem Tag kein einziger Paketdienst dort war. Sehr mysteriös!

Also sind wir ohne Paket wieder nach Hause gefahren und haben die Hotline angerufen. Samstag machen die aber schon gegen Mittag Feierabend und so haben wir niemanden mehr erreichen können.

Am Montag hatten wir dann eine nette Dame an der Strippe, die erst nicht ganz verstanden hat, worum es ging, dann aber doch etwas in den Computer klimperte und entsetzt feststellen musste, dass über 30 Pakete aus unserem Ort zum real gebracht worden sind. Was nicht stimmte, denn dort kam nie etwas an. Sie telefonierte trotzdem nochmal mit real, rief uns zurück und meinte, dass alle Pakete verschwunden sind und sie sich melden würden, sobald sie sie gefunden hätten.

Donnerstag kam dann eine Mail, dass unser Paket auf dem Weg sei. Siehe da, am Abend klingelte der Paketdienst und meinte auf unsere Nachfrage hin, dass es eine Verwechslung bei den Fahrzeugen gab und unser Paket auf einer komplett falschen Tour war.

 

Schlusswort: Selbstverständlich gibt es jede Menge nette, freundliche und gewissenhafte Zusteller, die mir immer sehr leid tun, denn sie haben sehr viel zu tun, müssen schwer schleppen, zig Treppen laufen und bekommen häufig den Frust der Leute zu spüren. An diejenigen –> DANKESCHÖN!

 

2 Gedanken zu „Paketdienst-Fails des Jahres

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